Neuer Speicherrekord: 1 Atom pro Bit

Auch im 21. Jahrhundert benötigen wir weiterhin massenweise Speicherplatz. Mit immer kleineren Speicherchips, die immer mehr speichern können, wird zwanghaft versucht, unseren Informationsbedarf zu befriedigen. Im Zeitalter von Clouds und Videoplattformen wächst der Speicherbedarf ununterbrochen. Einziges Manko: Die Fortschritte lassen auf sich warten. Wenn wir rückblickend die Speicherkapazitäten betrachten, gab es eine riesige Verbesserung. Jedoch lassen die Innovationen langsam aber sicher auf sich warten. Zwar werden die Sticks kleiner, aber die Kapazitäten werden nicht enorm größer.

Angesichts dem Druck, den die Hersteller ausgesetzt sind, wird fieberhaft versucht, die Strukturgröße zu verringern. Bei den meisten Herstellern wird aktuell noch in 14 nm gefertigt. Wann beispielsweise die ersten Grafikkarten in 10 nm Struktur gefertigt werden, ist noch nicht sicher.

Den Amerikanern ist in einer Forschungsgruppe eine kleine Revolution gelungen. Zwar dauert es noch ein paar Jahre, bis die Forschungserfolge auch Marktreife erlangen würden, aber die Tendenz, wohin die Zukunft einmal gehen wird, ist eindeutig. Zukünftig werden wir keine Probleme mehr damit haben genügend Speicherplatz zu entwickeln. Das neue Problem der Menschen wird es sein, diesen Speicher auch zu füllen. Was jetzt noch vollkommen utopisch klingt, wird bei genauerem hinsehen deutlich.

Der Rekord

Vielleicht hören Sie zum ersten Mal von dem Metall Holmium? Dieses unscheinbare, silberweiß glänzende Metall war ausschlaggebend für den neuen Rekord in der Forschungsgruppe. Die internationale Forschungsgruppe, bestehend aus Amerikanern und Schweizern ist es gelungen, in der Theorie bis zu 500 Millionen Terabytes zu speichern. Eine unvorstellbare Zahl? Richtig. Aktuell sind für den Haushalt ein paar Terabyte das Maximum. Noch sind wir somit meilenweit entfernt von besagter Speichergröße.

Damit diese unvorstellbare Speichergröße realisiert werden kann, musste es den Forschern gelingen, pro Datenbit nur ein Holmiumatom zu belegen.
Zwar konnten die Speicherzustände von 0 und 1 nur für wenige Stunden aufrecht erhalten werden, dabei muss aber berücksichtigt werden, wie bahnbrechend es ist, generell diese Zustände geschaffen zu haben.
Wie genau das funktioniert, wäre ein wenig zu technisch.

Welche Preise können wir erwarten?

Bei jeder Kaufentscheidung ist der Preis ausschlaggebend. Was haben wir von massenhaft Speicherplatz, wenn sich dieser nicht bezahlen lässt? Richtig, nicht viel. Schauen wir uns die Preise von damaligen SSD Festplatten an und wie viel wir jetzt bezahlen wird deutlich: Je fortgeschrittener die Industrie, je billiger das Endprodukt. Am Anfang wollen die Firmen den maximalen Profit machen, da sie meist viel in die Forschung und Maschinen investiert haben.
Nach einer gewissen Zeit sind die Kosten für Entwicklung und Co jedoch wieder drinnen. Folglich brauchen wir uns keine Sorgen um die zukünftigen Preise machen.

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